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Gedenken am KZ-Außenlager Klinkerwerk 59 Jahre nach Befreiung

Mit einer Kranzniederlagung ist am Montag im früheren KZ-Außenlager Klinkerwerk in Oranienburg an die Befreiung der Häftlinge vor 59 Jahren gedacht worden.

"Das Klinkerwerk war der mörderischste Teil des Konzentrationslagers Sachsenhausen, es galt als Todeskommando", erinnerte Eberhard Zastrau vom Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. "Im Klinkerwerk war das Morden Alltag", sagte er in Anwesenheit von rund 100 Gästen, unter ihnen zahlreiche Überlebende aus mehreren Ländern.

Vom Klinkerwerk aus, das KZ-Häftlinge ab Spätsommer 1938 errichten mussten, wollte die SS die Baustoffe für die gigantischen Pläne Hitlers und seines Baumeisters Albert Speer für den Umbau Berlins zur Reichshauptstadt "Germania" liefern. Täglich zogen bis zu 1500 Gefangene vom KZ Sachsenhausen in das Ziegelwerk.

1941 wurde es ein eigenständiges Außenlager. Wie viele Menschen in dem Lager, in dem "Vernichten durch Arbeit" das Ziel der Nazi-Herrscher war, ums Leben kamen, ist unklar. In Nachkriegsprozessen ging die Justiz von durchschnittlich zwei bis drei Toten pro Tag aus.

Nach den Worten von Zastrau ist das Gelände ein Friedhof - "ein Friedhof, der bis heute weitgehend unzugänglich ist, von dem wir allerdings hoffen können, dass er in Zukunft ein würdiger Ort der Erinnerung an diesen so unwürdigen Abschnitt deutscher Geschichte wird."

Auf dem Areal soll ein Geschichtspark entstehen, jedoch muss das Gelände vorher von Munition beräumt werden.
 

RBB-Online, 19.04.2004
http://www.rbb-online.de/

 

 

 

 

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