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Bündnis fordert Mahnmal für Homosexuelle
NS-Opfern soll an der Ebertstraße gedacht werden

Von Marlies Emmerich

Ein Mahnmal für die während der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen soll an der Ebertstraße im Bezirk Mitte entstehen. Dafür haben sich am Mittwoch viele Prominente bei der Einweihung eines symbolischen Bauschildes ausgesprochen. Bundesregierung und das Land Berlin müssten möglichst schnell einen Wettbewerb ausschreiben.

Zu den Unterstützern gehören unter anderen Paul Spiegel vom Zentralrat der Juden in Deutschland, die ehemalige Berliner Parlamentspräsidentin und CDU-Politikerin Hanna-Renate Laurien, die Grünen-Politikerin Sibyll Klotz, Carola Freundl (PDS) und die evangelische Bischöfin Maria Jepsen aus Hamburg.
"NS-Opfer dürfen nicht in Güteklassen eingeteilt werden", sagte Hanna-Renate Laurien. Deshalb sei für sie "als Christin" ein Mahnmal für die Homosexuellen ebenso nötig wie für die ermordeten Juden Europas. Der Direktor der Topographie des Terrors, Andreas Nachama, fragte, warum erst 56 Jahre nach dem Ende der NS-Herrschaft an ein Mahnmal gedacht werde. Es habe sich inzwischen viel bewegt, noch mehr sei nötig. Als "gesellschaftlichen Umbruch" bezeichnete er, dass Berlin von einem Homosexuellen regiert werde.

Albert Eckert von der Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" verwies darauf, dass bisher das bekannteste Denkmal für Homosexuelle nicht in Berlin, sondern in Amsterdam stehe. Der Bundestag habe sich dafür ausgesprochen, die verfolgten Homosexuellen zu würdigen. "Den Worten müssen Taten folgen", sagte Eckert. Laurien und Eckert kritisierten die massiven NPD-Kampagnen während des Wahlkampfes.
 

Berliner Zeitung, 11. Oktober 2001
www.berliner-zeitung.de

 

 

 

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