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15. Dezember 2006

Erklärung des Arbeitskreises I der Berlin-Brandenburgischen Gedenkstätten

Der Arbeitskreis I, dem alle NS-Gedenkstätten sowie zahlreiche Opferorganisationen und Interessengruppen angehören, begrüßt sehr, dass nach langen Jahren des Vergessens und Verdrängens endlich auch in der Bundeshauptstadt Berlin ein zentrales Denkmal entstehen wird, das an die Verfolgung der Homosexuellen durch die Nationalsozialisten erinnern soll.

Der Arbeitskreis stellt allerdings mit großer Sorge fest, dass gegenwärtig eine neue Debatte um die konkrete Ausgestaltung des Denkmals stattfindet, obwohl der Entwurf durch eine unabhängige Jury unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit ausgewählt wurde.

In dieser Debatte rückt das Andenken an die homosexuellen Opfer der NS-Verfolgung offenbar immer mehr in den Hintergrund. Im Gegenzug wird vor allem die Bedeutung des Denkmals für gegenwärtige und zukünftige politische Zwecke betont.

Der Arbeitskreis sieht daher mit großen Bedenken, wie durch diese Fehlentwicklung allgemeine Trends der deutschen Erinnerungskultur fortgesetzt werden, die zu einer immer stärkeren politischen Instrumentalisierung des Gedenkens führen.

Berlin, 15. Dezember 2006

Der Vorsitzende
Prof. Dr. Günter Morsch (Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)

Verantwortlich:
Dr. Horst Seferens
Referent für Presse- und Oeffentlichkeitsarbeit Stiftung Brandenburgische Gedenkstaetten Heinrich-Grueber-Platz
D-16515 Oranienburg
Tel. +49-(0)3301-810920
Fax +49-(0)3301-810926
mailto:seferens@stiftung-bg.de
www.stiftung-bg.de

 

 

 

 

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