Initiative Der homosexuellen NS-Opfer gedenken - zur Startseite...
 

Neue Dauerausstellung in Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen:

"Medizin und Verbrechen" - Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen

Am Sonntag, 7. November 2004, um 13.00 Uhr eröffnet die Gedenkstätte Sachsenhausen eine neue Dauerausstellung zum Krankenrevier des Konzentrationslagers. In der Ausstellung werden auch die hier durchgeführten Kastrationen homosexueller Häftlinge zum Thema. Erstmals dokumentiert die Gedenkstätte den Lebensweg eines aufgrund seiner Homosexualität verurteilten und in Sachsenhausen deswegen kastrierten Häftlings im Rahmen einer Dauerausstellung. Eine Gesetzesverschärfung "zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" machte seit 1935 die angeblich freiwillige Entmannung von "Sittlichkeitsverbrechern" möglich und stellte die Bekämpfung der Homosexualität durch das NS-Regime auf eine neue Stufe. "Hatten die Nazis zunächst die 'Umerziehung' von Homosexuellen auch in brutalstmöglicher Form propagiert, so steht bei den Kastrationen die biologisch-medizinische Bekämpfung der Homosexualität im Vordergrund," erklärte Eberhard Zastrau, der für den Lesben- und Schwulenverband (LSVD) dem Internationalen Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten angehört: "Der nächste Schritt waren dann die Hormonversuche Vaernets in Buchenwald, die nicht nur die sexuellen Wünsche ausschalten, sondern homosexuelle Bedürfnisse in heterosexuelle Orientierung umwandeln sollten."

Ausstellungseröffnung:

"Medizin und Verbrechen", Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen

Sonntag, 7. November 2004, 13.00 Uhr im Veranstaltungsraum Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

 

 

 

 

 

  HOME
TAFELTEXT AM DENKMAL
KUNSTWETTBEWERB
  AUFRUF
  UNTERZEICHNER
  CHRONIK
  PRESSE
  LINKS
  MATERIALIEN
  HINTERGRUND
  PRESSESPIEGEL
  GÄSTEBUCH
  KONTAKT / IMPRESSUM
 

 

 

Seiten durchsuchen:
 

 

 

  Startseite   |     e-mail   |  Haftungsausschluss   |     Druckversion dieser Seite   |     Seitenanfang

© 2001-2008 Initiative  Der homosexuellen NS-Opfer gedenken