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20. Mai 2008

Pressestelle des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)

Denkmal für die verfolgten Homosexuellen setzt starkes Zeichen
Übergabe an die Öffentlichkeit am 27. Mai

Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), und Albert Eckert, Sprecher der Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken“, erklären:

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen setzt ein starkes Zeichen in der Bundeshauptstadt. 75 Jahre nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten und 60 Jahre nach der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist es nun endlich erreicht, dass die Bundesrepublik Deutschland den verfolgten Homosexuellen einen Gedenkort widmet.

Seit sechzehn Jahren setzen sich der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Initiative „Der homosexuellen NS-Opfer gedenken“ für das Denkmal ein, unterstützt von zahlreichen Organisationen und Einzelpersönlichkeiten.

Viele Jahrzehnte waren die homosexuellen NS-Opfer in Deutschland aus der offiziellen Gedenkkultur ausgeschlossen. Sie wurden von Entschädigungszahlungen ausgegrenzt. § 175 StGB, der sexuelle Begegnungen unter Männern unter Strafe stellte, blieb in der Bundesrepublik in seiner Nazi-Fassung bis 1969 unverändert in Kraft. In vielen Ländern dieser Welt sind Schwule und Lesben heute noch schwerer Verfolgung ausgesetzt. Aus seiner Geschichte heraus hat Deutschland eine besondere Verantwortung, Menschenrechtsverletzungen gegenüber Lesben und Schwulen entschieden entgegenzutreten.

Das Denkmal soll laut Beschluss des Bundestages von 2003 die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wachhalten sowie ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen.

Der weiterentwickelte Entwurf des Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset setzt die vielfältige Aufgabenstellung des Bundestags eindrucksvoll um. Finanziert wird das Denkmal aus dem Etat des Bundeskulturstaatsministers. Das Land Berlin hat das Grundstück gestiftet. Wir freuen uns auf die Übergabe.

Weitere Informationen unter www.gedenkort.de

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LSVD Pressestelle
Renate Rampf
Pressesprecherin
Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V.
Chausseestr. 29
D - 10115 Berlin
Fon: 030 - 789 54 778
Fax: 030 - 789 54 779
Url: www.lsvd.de
eMail: presse(at)lsvd.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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