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Pressemitteilung der Initiative

11. März 2003

Initiative erinnert am 13. April 2003 zum Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen an Medizinische Versuche zur Ausmerzung der Homosexualität

Den Nazis war Homosexualität eine widerliche Seuche, die es auszurotten galt. Doch wie konnte man das erreichen? Auf diese Frage wussten sie keine Antwort. "Umerziehung" hieß die offizielle Parole zuerst, später "Isolierung". Doch dann versuchten die Nazis, die Homosexualität medizinisch zu besiegen. Hormonversuche im KZ Buchenwald und Kastrationen in Sachsenhausen, das waren die Instrumente, von denen sich die SS Erfolg versprach. Mörderisch und für die inhaftierten homosexuellen Männer tödlich waren alle diese Versuche, auch wenn es vorgeblich um die Ausmerzung der "Homosexualität" und nicht um die Ausrottung der "Homosexuellen" ging.

Das Schicksal von Homosexuellen im Krankenrevier des KZ Sachsenhausen beleuchtet die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" in ihrer kleinen Gedenkstunde bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen. Es sprechen Andreas Pretzel und  Eberhard Zastrau, Mitglied im Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Als musikalische Begleitung spielen Klaus Schöpp (Flöte), Thomas Schmitt (Oboe) und Stefan Siebert (Fagott) von Gabriel Iranyi "Klee Cycle", fünf Studien zu Gemälden von Paul Klee, und den ersten Satz aus Bachianas Brasileiras Nr. 6 von Heitor Villa-Lobos. Andreas Pretzel hat unter anderem eine Untersuchung zu Nazi-Urteilen gegen Homosexuelle veröffentlicht ("Wegen der zu erwartenden hohen Strafe"), deren Ergebnisse auch in die Ausstellung zum Schicksal der Haftgruppe Homosexuelle in Sachsenhausen eingeflossen sind, die im Jahr 2000 in der Gedenkstätte gezeigt wurde.

Wie bereits im letzten Jahr werden auch 2003 viele Gedenkstunden an das Schicksal der verschiedenen Verfolgtengruppen und Nationen im KZ Sachsenhausen erinnern.

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen, 16515 Oranienburg

 

Sonntag, 13. April 2003 (Gesamt-Ablauf des Gedenktages):

14:00 Uhr Begrüßung und gemeinsame Gedenkveranstaltung

14:30 Uhr Erinnerung an das Schicksal der Verfolgtengruppen und Nationen, in diesem Rahmen:

15:00 Uhr Gedenkstunde für die Haftgruppe Homosexuelle am Krankenrevier

15:30 Uhr religiöses Gedenken
16:15 Uhr Kranzniederlegung an der "Station Z"

***

 

 

 

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