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Pressemitteilung der Initiative

10. Oktober 2001

Denkmal für die homosexuellen NS-Opfer gefordert
Symbolisches Bauschild in der Nähe des Brandenburger Tores enthüllt

Albert Eckert, Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" und Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) erklären:

Die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) haben heute unweit des Brandenburger Tores ein symbolisches Bauschild aufgestellt. Es trägt die Aufschrift:


"Hier baut die Bundesrepublik Deutschland
Ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen"


Mit dem Bauschild wollen wir unsere Forderung unterstreichen: Bundestag und Bundesregierung sollen dafür Sorge tragen, dass in der Bundeshauptstadt ein Gedenkort für die homosexuellen NS-Opfer errichtet wird. Ein solches Denkmal soll ein beständiges Zeichen setzen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben.

Bislang wurden die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkkultur zumeist übergangen. Es wird Zeit, dass sich dies ändert. Mit dem symbolischen Bauschild soll gleichzeitig der geeignete Standort für das Denkmal markiert werden: in der Nähe des Reichstages, gegenüber dem entstehenden Denkmal für die ermordeten Juden Europas sowie in Nachbarschaft zum geplanten Mahnmal für Sinti und Roma.

Die ehemalige Präsidentin des Berliner Abgeordnetenhauses Dr. Hanna-Renate Laurien (Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.) und Dr. Andreas Nachama (Direktor der Stiftung Topographie des Terrors) betonten in ihren Gastreden bei der Bauschild-Enthüllung ebenfalls die Notwendigkeit eines würdigen Gedenkortes.

Wir fordern Bundestag und Bundesregierung auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen. Auch Abgeordnetenhaus und Senat des Landes Berlin fordern wir auf, das Projekt zu unterstützen. Unser Anliegen hat bereits prominente Unterstützung gefunden. Zahlreiche Personen des öffentlichen Lebens haben den Aufruf "Ein Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen" unterschrieben, darunter Paul Spiegel, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma, Lea Rosh, Vorsitzende des Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas, die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler, die Bischöfinnen Maria Jepsen und Margot Käßmann, Nobelpreisträger Günter Grass, die Schriftstellerin Christa Wolf, DGB-Vorsitzender Dieter Schulte, Ver.di-Chef Frank Bsirske und viele mehr.

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Fotos von der Bauschildenthüllung...
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Redebeitrag:
"Der homosexuellen NS-Opfer gedenken..."
Andreas Nachama (Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors) - anlässlich der Enthüllung eines Bauschildes für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am 10.10.2001 in Berlin
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Presseecho dazu:


Ampel fordert Homo-Mahnmal
(taz, 30.11.2001)
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Homosexuelle wollen eigenes Mahnmal
(FAZ, 11.10.2001)
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Erinnerung an Hitlers Opfer
(Stuttgarter Nachrichten, 11.10.2001)
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"Das schweigende Schulterzucken"
(taz, 11.10.2001)
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Bündnis fordert Mahnmal für Homosexuelle
(Berliner Zeitung, 11.10.2001)
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Bald Gedenkort am Reichstag?
(queer.de  10.10.2001)
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