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Pressemitteilung der Initiative

05. Mai 2003

Errichtung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen zügig in Angriff nehmen

Anlässlich der 70. Jahrestages der Verwüstung des Instituts für Sexualwissenschaft durch die Nationalsozialisten erklärt Günter Dworek, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

Am 6. Mai 2003 jährt sich zum 70. Mal die Plünderung des von Magnus Hirschfeld gegründeten "Institutes für Sexualwissenschaft" durch die Nationalsozialisten. Die Verwüstung und nachfolgende Schließung des Instituts markiert einen der ersten Höhepunkte der nationalsozialistischen Verfolgung von Homosexuellen.

Aus diesem Anlass bekräftigen der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" ihre Forderung, endlich auch für die verfolgten Homosexuellen einen würdigen nationalen Gedenkort in der Bundeshauptstadt Berlin zu schaffen. Ein solches Denkmal soll ein beständiges Zeichen setzen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben.

Die Regierungsparteien SPD und Bündnis 90 / Die Grünen haben in ihrem Koalitionsvertrag die Errichtung eines Denkmals für die verfolgten Homosexuellen vereinbart. Der Berliner Senat hat bereits seine Unterstützung zugesagt. Wir erwarten nun eine zügige Umsetzung dieses Vorhabens.

Zum historischen Hintergrund: Am 6. Mai 1933 hatten NS-Studenten und SA das im Berliner Tiergarten gelegene Institut für Sexualwissenschaft gestürmt und geplündert. Das Institut war 1919 von Dr. Magnus Hirschfeld gegründet worden, dem bekannten Sexualwissenschaftler und Kämpfer für die Bürgerrechte Homosexueller. Die Stürmung des Instituts war der Auftakt für die sogenannte "Aktion wider den undeutschen Geist". Hirschfelds Schriften und Bestände des Instituts wurden am 10. Mai 1933 bei der Bücherverbrennung am Berliner Opernplatz in die Flammen geworfen.

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